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Die neue Holzachterbahn Troy im Toverland hat eröffnet

Von Tobias | 26.Juni 2007

Seit dem Baubeginn im Jahr 2006 zog das Niederländische Toverland in Sevenum die Blicke der Achterbahnfans auf sich – schließlich eröffnete dort am vergangenen Wochenende Troy, eine Holzachterbahn des Amerikanischen Herstellers Great Coasters International Inc. mit Traummaßen: 1040m Streckenlänge, 35 Meter Gesamthöhe, 90km/h Spitzengeschwindigkeit und Belastungen von bis zu 2,4G.
Wir waren für Sie vor Ort und berichten Ihnen über diese herausragende Neuheit!


Das Toverland

Es ist unter den Fans bereits seit einigen Jahren ein Geheimtipp: Das im niederländischen Sevenum gelegene Toverland.

{mosimage} Dieser Indoorpark mit ehrgeizigen Zielen schafft es nunmehr seit 5
Jahren mit gewagten Investitionen und witzigen Ideen seine Besucher
stets aufs neue zu überraschen: Was als Indoor-Spielhalle mit einer Kinderachterbahn, einem Kettenkarussell, einer großen Wasserrutsche sowie diversen Kletteranlagen,  Kirmesgeschäften und einem kleinen Außenbereich anfing, baute sich schnell zu einer der Top-Destinationen in den Niederlanden aus.

Im vorletzten Jahr eröffnete die zweite Halle mit einer Wildwasserbahn, einer Bobkart-Bahn, einem Kontiki sowie einigen größeren Spiel- und Kletteranlagen. Ebenfalls neu war der Motorbike Coaster Booster Bike sowie ein recht anspruchsvoller Hochseilgarten. {mosimage}

Nun, in der sechsten Saison des Toverlands, eröffnet eine weitere herausragende Neuheit, welche vom Investitionsvolumen für einen Park dieser Größenordnung bereits neue Maßstäbe setzt: die Holzachterbahn Troy.

Holzachterbahnen zählen schon seit der Eröffnung der ersten Holzachterbahn der "Neuzeit" vor einigen Jahren zu den Favoriten vieler Achterbahnfans. Viele Parks schrecken jedoch vor den Hohen Anschaffungs- und Wartungskosten oder der im Gegensatz zu Stahlachterbahnen recht aufwendigen und langen Montagezeit zurück, doch das Toverland hat erneut Mut bewiesen und gleich ein Meisterstück von über einem Kilometer länge präsentiert.

Über Troy

{mosimage} Man hat sich beim Bau der Bahn für den Amerikanischen Hersteller Great Coasters International, Inc. entschieden, welche sich bereits für zahlreiche Woodies in den USA und neuerdings auch in Europa verantwortlich zeigen. Die Geschäftsleitung des Toverlands hat sich bewusst für den "Mercedes unter den Holzachterbahnen" entschieden, nachdem sie auch einige vergleichbare Bahnen anderer Hersteller getestet hat.

Vergleichbare Coaster aus dem Hause GCI sind zum Beispiel Thunderbird im Finnischen PowerLand, der Kentucky Rumbler im Amerikanischen Beech Bend Park oder auch Thunderhead in Dollywood.

Das Layout der Strecke ist verschlungen und abwechslungsreich und bietet neben einigen Airtime-Hügeln auch waghalsige Steilkurven sowie einen Station Fly-Through. Rund um die Bahn entstand in den letzten Wochen ein neuer Themenbereich, welcher unter anderem ein großes Trojanisches Pferd beherbergt.

Die Fahrt

Facts and Figures
 Höhe:  35 Meter
Streckenlänge:  1040 Meter
Züge: 2
Wagen pro Zug: 12 (á 2 Personen)
Max. Geschwindigkeit: 90 km/h
Fahrtzeit: 1:50min
Kapazität: ca. 850 pph
G-Kräfte: bis zu 2,4G
Mindestgröße: 1,20m
Hersteller: GCI
Investitionssumme: 6,5Mio €

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Nach dem Verlassen der Station folgt der Zug einer S-Kurve in Richtung des Lifthills, welcher den Zug auf eine Höhe von ca. 35m befördert und im nach links geschwungenen First Drop endet. Der First Drop verläuft bis zum Boden und wird von einem stark gebankten Turn, dem Horseshoe, gefolgt. Von dort aus überquert der Zug erneut die soeben gefahrene Strecke und schießt in eine Helix mit etwa 25 Metern Höhe. Es folgt ein Airtime-Hügel und eine Steilkurve sowie der (mittlerweile bei GCI quasi obligatorische) Station Fly-Through. Bevor der Zug dann die Schlussbremse erreicht durchfährt er noch einen Airtime-Hügel sowie eine Helix gefolgt von einer S-Kurve.

Während der gesamten Fahrt werden die Fahrgäste in den zwei Zügen fürbis zu 24 Personen mit bis zu 2,4G belastet und beschleunigen auf bis zu 90 km/h. Die Strecke ist gespickt mit einige Extras, welche die Fahrt für die Besucher noch etwas interessanter machen: Nicht nur Headchopper-Effekte mit eng – aber dennoch in sicherem Abstand – über den Köpfen der Fahrgästen hinwegschießenden Balken sondern auch starke Bankings lassen den Zug mit sehr hohen Geschwindigkeiten durch die Kurven rasen.

Fazit

Die Bahn liefert dank ihres verschlungenen Layouts einige Headchopper-Effekte und überzeugt durch hohen Fahrkomfort bei einer größtenteils recht hohen Geschwindigkeit. Es gibt eigentlich kein gerades Stück Schiene abgesehen vom Lift, der Schlussbremse und dem Station-Fly-Through, was die Fahrt besonders interessant macht. Die Bahn verteilt eine gehörige Portion Airtime, besonders an den Stellen, an denen man sie am wenigsten vermutet.

Das Toverland hat genau den richtigen Hersteller gefunden und eine geniale Bahn bekommen, auch wenn die Bahn vielleicht einigen der jüngeren Fahrgäste knapp über der Mindestgröße schon etwas zu intensiv erscheinen dürfte.


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